Direkt zum Hauptbereich

AUSBILDUNG

„Aus Spontanität wuchs Überzeugung“
Ausbildung zur Pastoralreferentin
Lea Wiemer (20) wird Pastoralreferentin

von Sebastian Pokojski (Text & Fotos)
Lea Wiemer wird Pastoralreferentin. Das ist die Bezeichnung für einen hauptberuflichen, pastoralen Dienst, der Frauen und Männern offensteht. Pastoralreferentinnen sind in der Regel in der Seelsorge einer Pfarrei, aber auch in der kategorialen Seelsorge, beispielsweise im Krankenhaus oder auch in der Schule tätig.  Warum sich die 20-jährige Münsteranerin für diese nicht alltägliche Berufsausbildung entschlossen hat und was Bestandteile dieser Ausbildung sind, wollen wir für ONsüd mal näher beleuchten.
Voraussetzung für die Bewerbung zur Pastoralreferentinnenausbildung ist ein Informations- und Vorstellungsgespräch im Institut für Diakonat und pastorale Dienste, in Leas Fall dem des Bistums Münster. So studiert Lea Wiemer nun seit dem Wintersemester 2016 Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule (KatHO) Nordrhein-Westfalen, Abteilung Paderborn, für sechs Semester. Vor Studienbeginn absolvieren alle Kandidatinnen und Kandidaten ein zweimonatiges Gemeinde- und Sozialpraktikum. Das hat sie in ihrer Heimatgemeinde in Münster- Kinderhaus erfolgreich beendet.

„Ich habe eher spontan meinen Beruf gewählt. Nach dem Praktikum wuchs dann aber die Überzeugung, und ich fühle mich jetzt angekommen“, so Lea Wiemer.  Sie arbeitet gerne mit Menschen, besonders Kinder liegen ihr am Herzen. Sie ist ein Familienmensch und möchte dies in ihrer zukünftigen Arbeit untermalen.
Judith Pieper und Lea Wiemer im Gespräch
Zurzeit macht sie für fünf Wochen weitere Praxiserfahrungen in der katholischen Gemeinde Liebfrauen in Recklinghausen. Hier haben wir sie an ihrem Einsatzort, dem Kirchort St. Barbara bei der Arbeit ihrer bereits ausgebildeten Kollegin, Pastoralreferentin Judith Pieper, getroffen. Sicher lernt Lea Wiemer von Judith Pieper, die sich mit ihrer 25-jährigen Erfahrung im Dienste der Kirche bestens auskennt, schon wichtige Dinge für die weitere Berufsausbildung.
Nach dem Einsatz in Recklinghausen geht es für Lea Wiemer wieder nach Paderborn. Dort wohnen die Studierenden im ersten Studienjahr im Pauluskolleg, wo sie auch über diese Zeit hinaus begleitet werden.
Zum Beruf der Pastoralreferentin / des Pastoralreferenten gibt es im Bistum Münster verschiedene Zugangswege. Lea Wiemer hat den des Studiums gewählt. Nach ihrem Bachelor beginnt für sie dann eine 3-jährige Weiterbildung in der Praxis.   
Es folgen Pastoralpraktische Studienwochen und Studientage,
geistliche Begleitung und Exerzitien, religionspädagogische und eine schulpraktische Ausbildung.
Am Ende steht die Dienstprüfung und Beauftragung durch den Bischof. Mit der Beauftragung erfolgt die Übernahme in den pastoralen Dienst des Bistums und die Tätigkeit in einem neuen Einsatzfeld.
Für den Einsatz verantwortlich ist die Hauptabteilung Seelsorge-Personal des Bischöflichen Generalvikariats Münster (für den NRW-Teil des Bistums) und die Abteilung Seelsorge-Personal des Bischöflich Münsterschen Offizialates Vechta (für den Offizialatsbezirk Oldenburg).

_________________________________________________________________________________
INFO:  Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten begleiten und unterstützen Ehrenamtliche. Sie ermutigen Laien, die eigene christliche Verantwortung in Familie, Kirche und Gesellschaft wahrzunehmen.
Die Aufgaben von Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten liegen in allen Grundvollzügen der Kirche (Liturgie, Verkündigung, Diakonie). Schwerpunkte ihres Dienstes sind u.a. Jugendarbeit und Familienpastoral, Katechese und Religionsunterricht. Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten arbeiten mit Priestern, Diakonen und anderen haupt- wie ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen.
Durch Fort- und Weiterbildung können sich Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten für die Übernahme spezieller Aufgaben (z.B. Supervision, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Gemeindeberatung) qualifizieren.
Quellenangaben: Fachinformationen vom
    
Institut für Diakonat und pastorale Dienste, Überwasserkirchplatz 3, 48143 Münster

Beliebte Posts aus diesem Blog

Expertenwissen: Medizin

Richtig "Trinken"

Eine fachmännische Patienteninformation
von Dr. med. Klaus Schnittert


„Jeder Arzt rät Ihnen, trinken Sie viel — das ist wichtig!" wird auf der Homepage eines großen, französischen Getränkeherstellers für „natürliches Mineralwasser" propagiert. Zu der täglichen Flüssigkeitsaufnahme durch die Nahrung von etwa 1 Liter solle man zusätzlich 1,5 Liter „natürliches Mineralwasser" trinken. Wichtig sei, bereits vor dem Auftreten von Durst zu trinken, da bei Durst bereits 0,5% des Körperwassers verloren gegangen seien und damit das Blut „dicker" werde und „langsamer fließe". Dies hätte bereits eine Minderdurchblutung der Muskeln und Gehirnzellen zur Folge und würde zur Abnahme der Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit führen. 
Der Nährstoff Wasser ist quantitativ der wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Je nach Alter, Geschlecht und Körperzusammensetzung variiert der Anteil des Körperwassers am Körpergewicht etwa zwischen 4…

Umwelt, Bildung & Technik

Klimaschutz macht Schule 
Energieunterricht der Hertener Stadtwerke für zweite Klassen

Herten - Die Kinder aus der 2a der Martinischule haben die Tische und Stühle in ihrem Klassenzimmer beiseite geräumt. In der Mitte des Raums stehen sie eng im Kreis. In ihrer Mitte tummelt sich ein „Eisbär“ zwischen zwei „Schollen“. Der Eisbär ist das Symboltier für den Klimawandel. Auch beim Energieunterricht der Hertener Stadtwerke spielt er eine zentrale Rolle. Von Yvonne Kamann, Dozentin der Deutschen Umweltaktion, lernen die Kinder, dass er auf das Eis am Nordpol angewiesen ist.  Viele von ihnen wissen schon, dass CO2 dafür verantwortlich ist, dass die Erde immer wärmer wird und das Eis deshalb schmilzt. So geht es auch dem „Eisbären“ im Kreis der Schulkinder an diesem Morgen nicht lange gut: Nacheinander verschwinden seine „Eisschollen“ und er kann sich nirgends mehr ausruhen.  Anhand von Spielen und Liedern erfahren die Kids, was sie selbst dagegen tun können. Zum Beispiel weniger fernsehen. …

Ruhrgebiet - Medizin

Tetris kann bei Behandlungposttraumatischer Belastungsstörungen helfen
Bochum (idr). Das Spielen des Computerspiels Tetris könnte Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung helfen, unwillkürlich wiederkehrende bildliche Erinnerungen an traumatische Erlebnisse abzuschwächen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Ruhr-Universität Bochum, die eine Studie zusammen mit dem Karolinska Institutet in Schweden durchgeführt haben. An der Studie nahmen 20 Patienten teil, die zu einer regulären Therapie für sechs bis acht Wochen stationär in Behandlung waren. Neben den üblichen Einzel- und Gruppentherapien absolvierten sie eine spezielle Intervention: Sie schrieben eine ihrer belastenden Erinnerungen auf ein Blatt. Anschließend spielten sie 25 Minuten lang Tetris auf einem Tablet. Die Häufigkeit des entsprechenden Flashbacks ging spezifisch in den Tagen und Wochen nach der Intervention zurück. Als Grund vermuten die Wissenschaftler, dass ein Bild der belastenden Erinnerung in Gehirn-Arealen…