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neue Technik im Krankenhaus: Guardian- System

Neues Früherkennungssystem rettet Leben

      
ONsüd-Bilder: EK
Gesundheits- und Krankenpflegerin Sarah Idokeit
 mit dem neuen Überwachungssystem.
Eine Art Schutzengel auf Rädern ist der IntelliVue Guardian. Der mobile Computer sorgt in der Chirurgie dafür, dass Pflegepersonal und Ärzte im Ernstfall schneller helfen können. Das Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen ist das zweite Krankenhaus bundesweit, das dieses Früherkennungssystem einsetzt, um Komplikationen möglichst früh zu erkennen.

Die Geräte überprüfen rund um die Uhr die Vitalparameter des Patienten wie Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz – und das kabellos. Per Funk sind die Geräte am Patienten mit einem Computer im Schwesternzimmer verbunden. 

Verschlechtern sich die Werte, warnt das Guardian-System, das Pflegepersonal kann sofort reagieren. „Das Gerät erkennt so auch schleichende Verschlechterungen von Parametern und wie sie zusammenspielen und kann so frühzeitig warnen, oftmals schon bevor etwas Dramatisches passiert, so dass Komplikationen durch einen frühen Eingriff und frühe Gegenwirkung verhindert werden können“, erklärt Pflegedirektor Michael Buse. „So können wir neben unseren pflegerischen und ärztlichen Kompetenzen auch die kontinuierliche Überwachung sichern.“ Das schätzt auch Gesundheits- und Krankenpflegerin Sarah Idokeit. „Das spart Zeit und wir können Patienten schneller helfen.“ Die Pflegekraft soll das Gerät natürlich nicht ersetzen, aber sie unterstützen und ihre Arbeit effektiver machen.

Die kabellose Übertragung der Werte bedeutet mehr Beweglichkeit für den Patienten. Durch die ständige Überwachung hat er gleichzeitig Sicherheit. Patienten bleibt dank des Guardian-Systems oftmals die Intensivstation erspart. Bisher gibt es zwei Geräte, die auf Station 1a im AltersTraumaZentrum genutzt werden. Doch schon bald sollen weitere Guardian-Systeme angeschafft werden, um zunächst die Kardiologie und später auch weitere Stationen mit den Früherkennungsgeräten auszustatten.

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